Hertel: „Ich bin noch nicht fertig“

Veröffentlicht am 14.09.2019 in Stadtpolitik

Hertel nimmt den Auftrag von SPD-Vorsitzenden Reiter(links) freudig entgegen.

Niddataler SPD nominiert den amtierenden Bürgermeister für eine weitere Amtszeit

Lange rätselte die Stadtgesellschaft, mit welchem Kandidaten die Niddataler Sozialdemokraten in den Bürgermeisterwahlkampf für 2020 ziehen würden, nun wurde das Geheimnis gelüftet. Die erneute Nominierung des amtierenden Bürgermeisters Dr. Bernhard Hertel begründete Erhard Reiter für den SPD-Vorstand: „Bernhard steht für Konstanz und Weitsicht. Außerdem verfügt er über große Erfahrung in der Verwaltung und das ist und bleibt eine Hauptaufgabe eines Bürgermeisters. Seine Sozialökologisches Verständnis der Kommunalpolitik tragen wir voll und ganz mit“.
Hertel äußerte sich im Verlauf der Sitzung zu seinen Zielen für die kommende Amtszeit. Er führte aus, dass ihn die laufenden Projekte - die Bebauung des Gollackers, die Renovierung des Bürgerhauses und den Bau eines Kindergartens im Zentrum Ilbenstadts - dazu bewogen hatten erneut zu kandidieren. Auch die Zusammenarbeit mit der SPD und den Linken im Stadtparlament sei für seine Entscheidung wichtig gewesen: Nach 15 Jahren ohne eigene Mehrheit im Parlament sei er stolz darauf, wie viele Vorhaben seit der Kommunalwahl vor 3 Jahren, gemeinsam mit der rot-roten Koalition angepackt wurden. Als Beispiele nannte er die Umgestaltung des Brunnenplatzes in Bönstadt und das Baugebiet für junge Familien in Kaichen, die bereits fertiggestellt seien. Hertel wies aber auch auf die Schwierigkeiten hin, die man gemeinsam gemeistert hatte. So sei für die Errichtung des Kindergartens in Ilbenstadt zum ersten Mal eine europaweite Ausschreibung vollzogen worden.  „Wir haben viele Steine ins Rollen gebracht.“, so Hertel weiter.

Der Bürgermeister sieht aber auch weiteres Entwicklungspotenzial in seiner Kommune. „Wir sollten im Stadtparlament und auch aus der Stadtverwaltung wieder ein größeres Augenmerk darauf legen unsere Vereine zu fördern, denn schließlich sind sie es, die unsere Gemeinschaft zusammenhalten“. Dazu präsentierte Hertel erste Ideen, die er in den kommenden Monaten intensiv mit Vereinsvertreterinnen diskutieren möchte.

Lukas Dittrich, der aus Niddatal stammende Vorsitzende der Jusos Wetterau lobte Hertel dafür, dass er sich auch die großen Projekte zutraue, die auch häufiger zu Kritik führen.

An dieser Stelle knüpfte der SPD-Fraktionsvorsitzende Achim Saßmannshausen an, der Hertel für den besonnen Umgang mit dieser Kritik lobte. „Wir nehmen die Hinweise auf und diskutieren sie auch gemeinsam“. Heraus kommen gute Entscheidungen zum Wohle der Stadt Niddatal.