Die Kitas im Fokus

Veröffentlicht am 30.09.2018 in Kommunalpolitik

Die Fraktionsmitglieder F. Hoinkis und M. Wildemann, mit der Kita-Leiterin Frau Eisenhut und Frau Sieg vom Elternbeirat

SPD Niddatal ist sauer auf Wiesbadener Mogelpackungen

„Natürlich ist es am Ende eine Geste, die man aber in ihrer Bedeutung nicht unterschätzen darf“, äußerte sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Niddatal  Florian Hoinkis.
Jede Kita in Niddatal erhalte demnach eine Spende in Höhe von 64 €, von der die Kita eigenständig entscheiden könne, ob davon Spielsachen oder Bastelmaterial gekauft werde. „Die Kitas wissen doch am besten, wie der momentane Bedarf aussieht“, erklärte Hoinkis weiter.

Die Stadt Niddatal stehe in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen im Bereich der Kinderbetreuung. Fast 100 zusätzliche Betreuungsplätze muss die Stadt in den nächsten 5 Jahren zur Verfügung stellen. Doch schon jetzt ist dies der größte Haushaltsposten. „Besonders die Mogelpackung der schwarz-grünen Landesregierung macht uns zu schaffen. Der von der Landesregierung übernommene Stundensatz reicht bei Weitem nicht aus, um die Betreuungskosten in Niddatal für ein Kind zu decken. Deshalb muss der übrig gebliebene Anteil auf die weiterhin kostenpflichtige siebte und achte Betreuungsstunde und das Mittagessen aufgeschlagen werden“, zeigte die SPD-Stadtverordnete Ariane Streicher die Probleme auf.
„Von Gebührenbefreiung kann da keine Rede sein!“, brachte es der in die Fraktion nachgerückte Mathias Wildemann auf den Punkt.
Die Landesregierung lasse die Familien und auch die Kommunen alleine, so das Fazit der Kommunalpolitiker.


Zusammengekommen war die Spende, nachdem die Stadtverordnetenversammlung im Mai nach nur zwei Minuten abgebrochen wurde. Über die politische Sommerpause sammelten die SPD-Stadtverordneten die Sitzungsgelder und teilten diese auf die Kitas auf.