Baugebiet Gollacker

Veröffentlicht am 31.05.2017 in Kommunalpolitik

Achim Saßmannshausen

 Diskussionsveranstaltung mit den Bürgern am 30.05.2017 in Assenheim

Der Gollacker begleitet uns nun schon seit Jahren. In der vorletzten Legislaturperiode wurden die Planungen mit den damaligen Mehrheiten gestoppt, im Wahlkampf 2016 hatte sich die SPD für das Baugebiet Gollacker ausgesprochen. Nun geht es aus unserer Sicht darum, dieses Baugebiet umzusetzen.

Uns war vollkommen bewusst, dass wir mit der Veranstaltung mehr Gegner als Befürworter aktivieren würden, aber wir wollten in jedem Fall informieren, bevor wir in der Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag stellen und damit die nächsten Planungen anstoßen.

Die Präsentation (PDF) können Sie hier runterladen.

Der Raum in Assenheim war gut gefüllt, wir schätzen 80 bis 100 Personen. Kaum wurde mit der Präsentation begonnen, gingen auch schon die Diskussionen los. Und die Diskussionen waren sachlich, teilweise hitzig. Viele der Anwesenden sind direkt durch das Baugebiet betroffen, das führt natürlich zu einer regen Diskussionsteilnahme.

Viele Bürger hatten sich weitere, konkretere Planungen erhofft. Das Baugebiet stand Jahre still, kein Euro wurde in weitere Planungen investiert. Die Hoffnung konnten wir leider nicht erfüllen.

Wir haben den derzeitigen Sachstand mit den aus unserer Sicht nächsten Schritten aufgezeigt. Und wir haben aufgezeigt, welche Möglichkeiten es für Bürger gibt, Bedenken und Anregungen zu äußern.

Es wurden viele Bedenken geäußert, insbesondere bei der Kinderbetreuung gibt es Ausbaubedarf.

Wir haben Bedenken verstanden und werden die Anregungen bei der Planung berücksichtigen. Wir haben aber auch manche Bedenken nicht verstanden, dort sehen wir Einzelinteressen und nicht das Gemeinwohl.

Für uns gibt es zwei wesentliche Punkte für Neubaugebiete in Niddatal und eben auch in Assenheim. Wir möchten, dass unsere Gemeinde wächst. Wir leben im Speckgürtel von Frankfurt und profitieren von der Wirtschaftskraft der Region Rhein/Main. Wir haben die Chance bei einer in Summe abnehmenden Bevölkerung in Deutschland die Einwohnerzahl in Niddatal zu halten oder auch zu steigern. Mit allen positiven Auswirkungen auf die Finanzkraft der Stadt und der Attraktivität für Geschäfte, Ärzte, Dienstleistungen. Diese Chance gilt es zu nutzen.

Darüber hinaus ist der Wohnungsmarkt in Rhein/Main extrem angespannt. Dies führt zu steigenden Mieten und hohen Hauspreisen. Jedes Neubaugebiet, auch unabhängig vom sozialen Wohnungsbau, nimmt ein Stück dieser Anspannung und führt zu einem gedämpfteren Anstieg von Mieten und Hauspreisen. Und auch Niddatal muss nach unserer Sicht seinen Teil zur Entspannung dieser Situation beitragen.

Wir danken allen Bürgern, die sich so engagiert für Niddatal, welche Richtung auch immer verfolgt wurde, bei der Diskussionsveranstaltung eingebracht haben.